Brandschutzsanierung des “Alten Schulhauses” der Pestalozzi Schule in Blankenloch
In der Gemeinderatssitzung vom Montag (24.11.2025) ist eine Mehrheit des Gemeinderats dem Antrag der Fraktionen von CDU/FDP und Freien Wählern gefolgt und hat die Stadtverwaltung beauftragt, ein pädagogisches Konzept sowie eine entsprechende baurechtliche Grundlage zur Weiterführung der Kernzeitbetreuung im Erdgeschoss des „Alten Schulhauses“ sowie in Räumlichkeiten der Pestalozzi Grundschule im sog. H-Bau umzusetzen. Damit ist der Gemeinderat dem Vorschlag der Stadtverwaltung, das gesamte Alte Schulhaus für rund 650.000 Euro brandschutztechnisch zu ertüchtigen, nicht gefolgt. Diese Entscheidung haben wir lange diskutiert und nicht leichtfertig getroffen.
Nicht nur gestern, sondern bereits in mehreren Sitzungen zuvor, haben wir Vorschläge unterbreitet und konkrete Anträge gestellt (am 15.10. und am 23.11.) um andere Lösungsoptionen zu eröffnen und um aufzuzeigen, dass die umfassende und kostspielige brandschutztechnische Sanierung des „Alten Schulhauses“ nicht alternativlos ist.
Im Vorfeld der gestrigen Sitzung haben wir einen Kompromissvorschlag eingebracht mit dem Ziel, sowohl weiterhin eine gute Betreuung der Kinder zu gewährleisten als auch die von der Stadtverwaltung prognostizierten Kosten i.H.v. rund 650.000 Euro einer brandschutztechnischen Ertüchtigung deutlich zu reduzieren. Denn unser städtischer Haushalt steht vor enormen Herausforderungen und vor der Entscheidung, in anderen Bereichen teils Gebühren drastisch zu erhöhen oder gewohnte Standards schmerzlich zu reduzieren.
Unser vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossener Vorschlag beinhaltet, dass zukünftig nur noch das Erdgeschoss des Alten Schulhauses für die Betreuung und die Verpflegung genutzt werden soll. Dies erspart aus unserer Sicht die aufwändige Konstruktion eines zweiten baulichen Rettungswegs aus dem Obergeschoss, sowie die brandschutztechnische Ertüchtigung dieser Räume im OG. Durch die notwendige Ertüchtigung des Erdgeschosses bleibt die Nutzung zur Betreuung und zur Verpflegung (wie bisher in zwei Schichten) erhalten. Lediglich die Raumkapazitäten des Obergeschosses des Alten Schulhauses müssen im H-Bau in Klassenzimmern abgebildet werden. Wir erhoffen uns durch diesen Beschluss mindestens die Kosten für die Fluchttreppe i.H.v. rund 240.000 Euro sowie Teile der brandschutztechnischen Ertüchtigung einzusparen. In der Summe immerhin einige hunderttausend Euro.
Die Stadtverwaltung sah sich außerstande, einen Kompromissvorschlag im Vorfeld der Sitzung entweder selbst zu erarbeiten noch den von uns eingebrachten Vorschlag aufgrund der zeitlichen Zwänge aufzubereiten. Dies bedauern wird ausdrücklich!
Die von der Stadtverwaltung nach der Beschlussfassung angekündigten „Unsicherheiten“ im Weiterbetrieb der Kernzeitbetreuung wollen wir nicht. Ihre Notwendigkeit resultiert daraus, dass die Stadtverwaltung in den letzten Monaten keine Alternativen in unserem Sinne geprüft bzw. zur Beschlussfassung vorgeschlagen hat.
Wir möchten jetzt im Sinne der Kinder eine schnellstmögliche Umsetzung unseres Kompromissvorschlags. Dafür werden wir gemeinsam mit der Stadtverwaltung arbeiten.